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Endlich^^

Bericht Skifreizeit

Treffen war morgens um sieben Uhr am Gymnasium. Da um diese Zeit noch keiner so wirklich in der Lage war, die Stimmung anzuheizen, blieb es vorläufig ruhig. Müde wurden die Koffer in Richtung des Objektes der Begierde geschleppt, zum Reisebus der Familie Kuzera, der uns in das Traumland eines jeden Skifahrers und Snowboarders, Österreich, bringen solllte.
Als dann endlich jedes Gepäckstück verstaut war und sich jeder die Stufen des Busses hinauf geschleppt hatte, konnte es losgehen.
Mit verlaufender Fahrzeit wurden alle merklich wacher und die Fahrt wuchs sich zu einer vergnüglichen Reise aus, auf der viel gelacht wurde.
Gegen 14 Uhr passierten wir die Grenze, und gute zwei Stunden später fand unsere Reise in Bad Gastein ihr Ende.
Dort wurden wir auch gleich vor unser erstes Problem gestellt; wie transportiert man diverse Gepäckstücke von a nach b, wenn a deutlich messbar einige Meter von b entfernt ist?
Mangels Busparkplätzen war es unserem Busfahrer nicht möglich, direkt vor dem Jugendhotel zu parken. Und da keiner bereit war, seine Taschen mit den für die Skifreizeit benötigten Klamotten und der mehr oder eben auch weniger antialkoholischen Flüssigkeitsversorgung zurück zu lassen, wurden die von Arne so optimistisch versprochenen kurzen 150 Meter ungefähr 10mal so lang.
Endlich war dann auch diese Hürde überwunden, und jeder währte sich jetzt in Sicherheit vor jeglicher körperlichen Beanspruchung.
Diese Sicherheit wurde aber nur einigen wenigen gewährt; nämlich den Glücklichen, die über ein eigenes Board oder Skier verfügten.
Die anderen, die sich technisch gesehen in einer eher ungünstigen Lage befanden, da sich Ski- und Snowboardfahren ohne entsprechende Ausrüstung als etwas kompliziert darstellen dürfte, konnten auch jetzt nicht durchatmen, sondern waren gezwungen, sich noch einmal aufzuraffen.
Also wurde kollektiv zum Skiverleih gestiefelt, der sich direkt am Ausläufer der Piste befand.
Zu ihrer großen Freude konnten die Fortgeschrittenen unserer Gruppe dort feststellen, dass Nachtskifahren auf beleuchteter Piste angeboten wurde.
Ab dem Punkt gab’s kein Halten mehr, rein in den Skiverleih, raus aus dem Skiverleih und zurück in die Jugendherberge. Dort wurde kurz etwas zu Abend gegessen, eine zügige Lagebesprechung durchgeführt und sich dann für die Piste präpariert.
Die Fortgeschrittenen schwangen sich sofort auf ihre Bretter, und diejenigen, die es bevorzugten, bei Tageslicht unter Aufsicht der Betreuer das erste Mal zu fahren, postierten sich taktisch geschickt um den Bierpilz und wärmten sich für’s Après-Ski auf. Nach und nach trudelten dann alle an der anvisierten Feierstätte ein. Musik und Stimmung waren gut und es wurde kräftig auf eine schöne und gut verlaufende Skifreizeitgetrunken.
Später am Abend und zurück in der Jugendherberge wurden noch schnell die Betten bezogen und sich dann in die Federn geworfen.

Am nächsten Morgen viel uns das Aufstehen noch verhältnismäßig leicht, auch dank Udo, der uns auf eine sehr sensible und liebevolle Art weckte.
Er hämmerte gegen jede Zimmertür und haute als Krönung noch auf jeden Lichtschalter, der ihm unter die Finger kam.

Nach dem Frühstück ging es am ersten Tag auf die Piste im Ort, die zu Fuß zu erreichen war.
Mario und Jens nahmen sich dort der Snowboarder an, Udo, Arne und Sabine übernahmen die Skifahrer.
Die Pistenverhältnisse waren ganz gut, allerdings waren Pistenverlauf und –länge noch nicht die große Herausforderung für die Könner auf diesem Gebiet.
Zum Mittagessen wurde sich auf einer Skihütte getroffen, wobei sich zum Ende der Freizeit hin regelrecht eine Rangliste für die beliebtesten Mahlzeiten aufstellen ließ.
Platz 1 belegte das Grillwürstchen mit Pommes, dicht gefolgt von dem Wiener Schnitzel. Auf Platz 3 landet nur geringfügig abgeschlagen der Germknödel mit Vanillesoße.
Auf der Seite der flüssigen Nahrungsmittelvertreter belegte das Bier die Plätze 1-3, dann diverse Mixgetränke und schließlich das Skiwasser, ein Muss auf allen Pisten!
Nachdem sich alle ihren Bauch voll gehauen hatten, wurde sich wieder aufgemacht, um die Pisten der näheren Umgebung unsicher zu machen.
Als auch der letzte Lift sich weigerte, noch einmal raufzufahren, wurde der Bierpilz auf’s Korn genommen, schon tapfer bewacht und in Anspruch genommen von Spange (Björn Spangenberg).
Wer dann vom Après-Ski noch nicht genug hatte, zog gleich im Anschluss weiter in die dänische Kneipe „Hagebloms“, von uns auch liebevoll „Hagebaumarkt“ genannt.
Abends ließ man den Tag dann gemütlich im Gemeinschaftsraum bei Tabu, Doppelkopf, Poker und Tischtennis ausklingen.

Am nächsten Morgen viel das Aufstehen schon ansatzweise schwerer, aber es war immer noch zu bewältigen.
Heute sollte es auf den Südhang des Kreuzkoglers gehen. Das Wetter erhielt als Note zwar nur ein „gut“ mit einem Minus von Bad Gastein bis Münden, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Man fuhr gut gelaunt mit dem Skibus in Richtung Schnee und Piste.
Dort angekommen wurde sofort der Gondellift gestürmt und wir fuhren im Konvoi den Berg hoch.
Diesmal sollte sich die Abfahrt als wirkliche Herausforderung darstellen.
Es hatte am Tag zuvor getaut, und über Nacht war alles wieder gefroren, sodass der Hang ziemlich glatt war. Als logische Konsequenz waren einige gezwungen, die etwas unkonventionelle Art, den Berg hinunter zu kommen, zu wählen. Nicht wenige rutschten auf ihrem Hintern ihrem Board oder ihren Skiern hinterher.
Einige Anfänger mussten ganz kapitulieren und fuhren mit Sabine zurück nach Bad Gastein, um dort auf den bereits bekannten Pisten ihr Glück zu versuchen.
Der Rest biss auf die Zähne und kämpfte sich mit erkennbarem Erfolg die Pisten hinauf und wieder runter.

Zu Mittag gegessen wurde diesmal getrennt, die Snowboarder und die Skifahrer jeweils für sich, weil es in der Pistenwahl unabhängiger machte.
Da auch hier wie auf jeder Piste ungünstigerweise die Lifte irgendwann dicht machten, waren wir wieder gezwungen, auf’s Après-Ski-Feiern umzusteigen.
Der Skibus beförderte uns abends zur Unterkunft zurück, wo wir gemeinsam zu Abend aßen und danach jedem wieder freigestellt war, den Abend zu verbringen.

Da die meisten das auch taten und die Zeit reiflich ausnutzten, wurde das Aufstehen am nächsten Morgen dementsprechend zum Kampf.
Da aber Udo zum Glück wieder liebevoll jedem helfend zur Seite stand, gewannen alle diesen Kampf.
Derselbe Skibus wie am Tag zuvor beförderte uns zur Piste, diesmal fuhren wir aber mit der nun auf Grund der günstigen Wetterlage geöffnetem Gondel auf die andere Seite des Berges. Dort hatte der Schnee eine ganz andere Qualität, und dank Udo hatten wir einen mit den Pisten bestens bekannten Führer.
Außerdem kannte er sich zum Glück nicht nur mit den Pisten aus, sondern auch mit den nahe gelegenen Skihütten. Deswegen war es ihm möglich, für uns einen Raum zum Mittagessen zu reservieren.

Nach einem gelungenem Mittagessen verteilten sich alle noch ein letztes Mal auf die Pisten.
Zum Schluss trafen wir uns alle auf dem Gipfel des Kreuzkoglers zur letzten Abfahrt ins Tal.
Obwohl einige etwas traurig waren, dass es schon vorbei war, erreichte die Stimmung im Tal in einer Schneeballschlacht ihren Höhepunkt. Nach einer kurzen Einkehr im Bierpilz und einer lautstarken Verabschiedung („Ohne Münden wär’ hier gar nichts los...“) pilgerten wir zum Skibus.
Der wurde kurzer Hand zum Partybus umfunktioniert, weil wir es noch einmal so richtig krachen ließen. Sämtliche Mitfahrer wurden animiert, mitzufeiern.
Nach einem „Hoch“ auf unseren Busfahrer erklärte sich dieser sogar bereit, uns ohne Umsteigen und Wartezeit direkt nach Bad Gastein zu fahren. Voll Dankbarkeit grölten wir noch einige Lieder mit mehr oder weniger sinnvollen Texten und verabschiedeten uns dann.

Jetzt wiederholte sich das Drama vom Anfang; so selig wie sich alle eine Pause wünschten, sie wurde wieder einmal nur einer Minderheit gewährt. Denn Skier und Snowboards, die ausgeliehen wurden, mussten der Regel nach auch wieder zurück, also konnten wir nur zur Herberge sprinten, uns ein paar Straßenschuhe untern Arm klemmen und zum Skiverleih rennen, da der Ladenschluss drohte.

Aber auch dies war irgendwann bewältigt, und nach dem Abendessen hieß es dann Einpacken. Keiner machte sich noch große Mühe, die Klamotten wurden wie sie waren in eine Tasche gestopft und solang der Reisverschluss zuging als einwandfrei verstaut befunden.

Am nächsten Morgen wurde dann ein letztes Mal das österreichische Frühstück zu sich genommen, die letzten Gepäckstücke zusammengesucht und sich dann getroffen, um zum Bus zu laufen, der zwar dieses Mal einen durchaus näheren Parkplatz gefunden hatte, aber trotzdem noch einige Meter von der Jugendherberge entfernt stand.

Auch diesmal war ein Großteil der Gesellschaft ausgesprochen müde, also wurde wieder nicht viel geredet. Die Fahrt verlief sehr ruhig und ausgeglichen, selbst der Stop bei McDonalds war nicht dazu auserkoren, uns Pistenleichen ein wenig Leben einzuhauchen.
Wahrscheinlich rechnete jeder insgeheim die Stunden aus, die es noch brauchte, bis man ins heimische Bett fallen konnte.

Als Münden schließlich in greifbare Nähe rückte, bekamen unsere Betreuer und auch der Busfahrer noch einmal kräftigen Applaus für die einwandfrei erbrachte Leistung, die Dankbarkeit eines jeden einzelnen Pisten-Rowdys war ihnen gewiss.

Zurück am Gymnasium warteten schon einige Eltern mehr oder weniger sehnsüchtig auf die Heimkehrer, so dass das Feld bis auf vereinzelt vergessene Teilnehmer der Skifreizeit bald geräumt war.
Aber auch die wurden irgendwann abgeholt, und als jeder wieder in sicheren Gefilden war, konnte die Skifreizeit als erfolgreich abgeschlossen betrachtet werden!
31.1.07 11:58
 


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